Schule oder Verein?

Schule oder Verein? Lehrer oder Trainer? Profi oder Amateur?

Diese Fragen sind eigentlich leicht zu beantworten.

In einer Taekwondo-Schule gibt es meist nur eine Person, die das Gesamtgeschehen kontrolliert und dementsprechend die alleinige Entscheidungsgewalt inne hat. In einer Taekwondo-Schule kann man nicht einfach daher gehen und mitbestimmen. Der sogenannte Lehrer oder Profi gibt den Takt an.

 

Im Gegensatz zur Taekwondo-Schule steht der Taekwondo-Verein. Im Verein haben die Mitglieder die Möglichkeit gemeinsam das Vereinsleben zu gestalten. Hier kann sich jeder frei entfalten und kann wichtige Aufgaben wahrnehmen. Ein Verein ist demokratisch organisiert. Durch Versammlungen und Wahlen kann jedes Mitglied Einfluss auf das Vereinsleben und die Organisation nehmen.

 

Genauso unterschiedlich verhält es sich mit dem Lehrer und dem Trainer.

In einer Taekwondo-Schule gibt es den Lehrer (meist der Schulbesitzer selbst). Der Begriff des Taekwondo-Lehrers wird gern genutzt, um eine Art Alleinstellungsmerkmal zu kreieren. Der Lehrer (nennen wir den Schulbesitzer einfach Lehrer) ist vorrangig dafür da, seinen Schülern das Taekwondo beizubringen. Das Problem, was der Lehrer jedoch hat ist, dass die Schüler, die er unterrichtet, ihm auch seine "Brötchen" zahlen müssen. Das bedeutet, dass der Lehrer auf viele Schüler angewiesen ist, die finanziell Zahlungskräftig sind. Aus diesem Grund kommt der Lehrer nicht umhin, seine Schule gewinnbringend zu unterhalten. Erblüht ein Meister aus den eigenen Reihen, kommt er nicht umhin, es dem Lehrer nachzumachen, ebenfalls in Selbstständigkeit eine eigene schule zu Gründen oder für seine Meisterleistungen Geld zu verlangen.

Der Taekwondo-Trainer hingegen engagiert sich in seinem Verein freiwillig ohne Hintergedanken. Er trainiert seine Schüler und ist nicht darauf angewiesen, soviel Gewinn wie möglich zu kreieren, damit er die Wohnungsmiete zahlen kann. Der Trainer geht mit hoher Wahrscheinlichkeit einer geregelten 8-stündigen Arbeit nach. Die Möglichkeit, sich dem Taekwondo voll und ganz hinzugeben und es auszuleben besteht für den Trainer im Verein immerwährend.

 

Ja aber was ist denn nun mit dem Profi und dem Amateur?

Der Profi ist jemand, der im Gegensatz zum Amateur eine Tätigkeit beruflich oder zum Erwerb des eigenen Lebensunterhalts als Erwerbstätigkeit ausübt. (Quelle: https://de.wikipedia.org)

Ein Amateur ist eine Person, die im Gegensatz zum Profi, eine Tätigkeit aus Liebhaberei ausübt, ohne einen Beruf daraus zu machen bzw. Geld für ihre Leistungen zu erhalten. (Quelle: https://de.wikipedia.org)

Das ist der einzige Unterschied, den man hier sehen kann und muss! Der Eine verdient sein Geld für seine erbrachte Leistung, der Andere macht es einfach gern und aus Überzeugung zum Do.

 

Der Begründer des Taekwon-Do, Choi Hong-Hi nannte denjenigen, der als Schwarzgurt anderen Taekwon-Do beibringt Sabum (Trainer). Das Taekwon-Do wird "trainiert" und nicht unterrichtet. Den Ort, an welchem das Taekwon-Do trainiert wird, nannte Choi "Do Jang" (Trainingsraum).

 

Nun fragt man sich, was denn nun das Bessere ist. Die Schule? Der Verein? Der Lehrer? Der Trainer?

Der Profi? Der Amateur?

Die Entscheidung obliegt denjenigen, die es einfach ausprobieren.

 

Hier im Korean Tigers e.V. können wir nur sagen, dass wir Taekwondo trainieren und leben. So wie es der Begründer des TKD getan hat. Wir üben diesen Sport, diese Kunst aus Liebe aus.

Der Großteil der Trainer besitzt den schwarzen Gürtel im Taekwondo. Das macht diese Trainer wohl auch zum Profi. Über Jahre hinweg trainieren diese Meister das TKD, studieren das TKD, leben das TKD und geben es an ihre Schüler weiter, um diese für das Leben außerhalb des Do Jang zu wappnen, sie selbstbewusst und tugendhaft voran schreiten zu lassen und das TKD weiter zu geben.